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2012 Olgäle, Stuttgart
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Olgahospital Stuttgart

Im Jahr des 20-jährigen Bestehens der Christiane Eichenhofer-Stiftung wurde die Tour Ginkgo als Jubiläumstour veranstaltet, die uns mit zahlreichen prominenten Persönlichkeiten durch die Region Stuttgart geführt hat. Als begünstigte Einrichtung hatte sich der Stiftungsvorstand für das Olgahospital in Stuttgart entschieden, an dem eine neue Nachsorgeeinheit für schwerkranke Kinder und Jugendliche geschaffen werden sollte.

Durch den Aufbau eines mit Ärzten, Kinderpsychologen, Physiotherapeuten und Pflegekräften besetzten „Palliativ Care Team“ Expertenteams wird mit Hilfe der Spenden nunmehr am Olgäle sichergestellt, dass die schwerkranken Patientinnen und Patienten nach ihrer Rückkehr nach Hause individuell und bedarfsgerecht versorgt werden. Die pädiatrische Palliativmedizin zielt darauf ab, für Kinder und Jugendliche, die an Krebs, Rheuma, chronische Darm- oder Nierenleiden erkrankt sind, ganzheitlich zu betreuen. Durch spezielle, besonders schmerzlindernde Maßnahmen werden diese so behandelt, dass ein nahezu normales Leben in gewohnter familiärer Umgebung möglich ist. Die neu errichtete Nachsorgeeinheit betreut auch Familien, deren Kinder trotz aller medizinischer Möglichkeiten nicht geheilt werden können. Seelsorgerische Hilfe bieten diese Fachkräfte, wenn die Krankheit fortschreitet und es dadurch zum Verlust des Kindes kommt. Der Aufbau des Expertenteams ist bereits weit fortgeschritten. Mit einem großartigen Spendenerlös im Jahr 2012 von über 420.000 Euro konnten am Olgäle bereits Anfang dieses Jahres die ersten Familien in die Obhut des Palliativ Care Teams übergeben werden.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 2.500 Kinder und Jugendliche an Krebs. Ohne geeignete Diagnostik und Therapie verläuft die Erkrankung tödlich. Dank moderner Untersuchungs- und Behandlungsmethoden ist es heute aber sehr oft möglich, Betroffene zu heilen. Die dazu erforderlichen Maßnahmen sind oft langfristig und komplex. Sie stellen hohe Ansprüche an den Patienten, seine Familie und das gesamte Behandlungsteam.
Krebserkrankungen junger Menschen unterscheiden sich von denen erwachsener Patienten. Ein großer Teil der Tumoren im Kindesalter wird schon vor der Geburt angelegt; diese Tumoren werden meist in den ersten fünf Lebensjahren diagnostiziert. Bei den übrigen Krebserkrankungen ist die Altersverteilung unterschiedlich. Die akute lymphoblastische Leukämie, die häufigste Einzeldiagnose, betrifft überwiegend ein bis sechs Jahre alte Kinder, ältere Jugendliche hingegen erkranken häufiger an z.B. Knochen- und Weichteiltumoren oder Lymphdrüsenkrebs.
Schon in den 70-er Jahren schlossen sich die zuständigen Spezialisten (Kinderonkologen) zusammen, um diese heimtückischen Erkrankungen gemeinsam zu bekämpfen. Krebskranke Kinder und Jugendliche werden seither nach einheitlichen Therapierichtlinien behandelt, die unter dem Dach der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie entwickelt und regelmäßig an den aktuellen Kenntnisstand der Wissenschaft angepasst werden. Hierdurch ist es gelungen, die erreichten Ergebnisse immer weiter zu verbessern. So leben heute fünf Jahre nach der Krebsdiagnose noch über 75 % der Betroffenen, die meisten von ihnen dürfen als geheilt gelten. Angesichts derart hoher Heilungsraten steht immer mehr auch das Ziel, akute Nebenwirkungen und Spätfolgen der so oft erfolgreichen Behandlung zu verringern, im Vordergrund. Bleibende Schäden sollen vermieden, eine normale körperliche, geistige und soziale Entwicklung soll erreicht werden. Möglichst vielen Betroffenen soll so ein normales, uneingeschränktes Leben ermöglicht werden. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen, die auf dem Weg dorthin auftreten, ist es offensichtlich, dass krebskranke Kinder und Jugendliche nur von einem erfahrenen interdisziplinären Team in einem Zentrum mit entsprechenden Spezialisten betreut werden dürfen. Die medizinische Versorgung wird durch eine umfassende psychosoziale Betreuung begleitet, die stationäre Therapie durch ambulante und tagesklinische Angebote sowie professionelle Unterstützung beim Übergang ins häusliche Umfeld ergänzt. Oftmals wird diese begleitende, das familiäre Umfeld betreffende Betreuung von Vereinen oder Initiativen für krebskranke Kinder nachhaltig unterstützt. Die Christiane Eichenhofer-Stiftung richtet ihr Engagement gezielt darauf aus, die gesammelten Spenden an Kliniken und Förderkreise zur Finanzierung von Projekten weiterzuleiten, um sicherzustellen, dass die Gelder einem möglichst großen Kreis an Betroffenen zugute kommen.


© 2016 Christiane Eichenhofer Stiftung

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